Star Wars: The Old Republic – Lucas Arts greift nach MMORPG-Thron
Am 21. Oktober kündigten Lucas Arts und BioWare auf einer Pressekonferenz in San Francisco Star Wars: The Old Republic an. Das MMORPG setzt die Geschichte der erfolgreichen Rollenspiele aus der Knights of the Old Republic Reihe fort und hat neben der zugkräftigen Star Wars Lizenz ein Ass im Ärmel, das im Kartendeck des MMO-Genres bisher ungemischt blieb: Story. Wer die Spiele von BioWare im Allgemeinen und Knights of the Old Republic im Besonderen kennt, weiß, dass das Erzählen spannender Geschichten bei den Kanadiern nicht als notwendiges Übel, sondern fundmentaler Bestandteil guten Game-Designs verstanden wird. Zuletzt heimste Mass Effect aus demselben Hause dafür Bestnoten ein. Wie das im Falle des MMO Star Wars: The Old Republic in der Praxis funktionieren wird und ob sich das dynamische Gameplay eines MMORPG mit komplexem Storytelling verträgt, ist noch nicht bekannt. Entsprechend zaghaft gibt sich die erste Star Wars: The Old Republic Vorschau beim Spekulieren über die zu erwartende Qualität.
Doch genügen die wenigen Infos von Seiten Lucas Arts und BioWare offenbar, um den Oberen bei Hauptkonkurrent Blizzard das Muffensausen zu lehren: „Wir würden nicht gegen Star Wars: The Old Republic wetten“, ließ World of Warcraft-Guru Paul Sams unlängst verlauten. „BioWare ist eine außergewöhnliche Firma und sie nutzen für Star Wars: The Old Republic eine weltbekannte Geschichte als Rückgrat.“ Doch gibt er gleichermaßen zu bedenken: „Ein Spiel wie Star Wars: The Old Republic zu bauen und zu betreiben ist unglaublich schwierig.“
Dass hinter Star Wars: The Old Republic aber nicht nur talentierte Entwickler stehen und mit Star Wars eine zugkräftige Marke über allem thront, sondern mit Electronic Arts auch ein finanzstarker Publisher mit im Raumschiff sitzt, verdammt das MMORPG letztlich zum Erfolg. EA-Boss John Riccitello sorgte im Übrigen bereits im Vorfeld dafür, dass SWTOR, wie es mittlerweile offiziell abgekürzt wird, als am schlechtesten gehütetes Geheimnis der Spielebranche in die Geschichte einging: Im Interview antwortete er auf die Frage, ob nach der Übernahme von BioWare an einem Kotor MMO gearbeitet werde, mit einem simplen: Ja – und verriet damit unbeabsichtigt (?), was zuvor lange und mühevoll geheim gehalten war…




