Kostenlos ballern: Battlefield Heroes

Dienstag, 20. Januar 2009 11:49

Die erfolgreiche Battlefield-Reihe wagt den Neuanfang: Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Wirft man einen ersten Blick auf das demnächst erscheinende Battlefield Heroes, wähnt man sich in einer Partie Team Fortress 2 – die schwedischen Macher vom Entwickler DICE haben sich offensichtlich vom Comic-Look des Multiplayer-Shooter inspirieren lassen. Statt realistisch Blut und Wasser zu schwitzen, verströmen die Helden in Battlefield Heroes bunte Farbe und gute Laune.
Die größte Neuerung aber: Im Gegensatz zu den bisherigen Teilen der Battlefield Serie wird Battlefield Heroes kostenlos. Free to play nennt sich das neudeutsch und heißt im aktuellen Fall: Für den Client muss niemand zahlen – einfach runterladen und losspielen. Zwei Maps sollen zum Start von Battlefield Heroes zur Verfügung stehen. Auch für Waffen und Fahrzeuge muss niemand ins Portemonnaie greifen. Bleibt die allseits bekannte Frage: Wie verdienen dann die Battlefield Heroes Macher ihr Geld? Klar: Item Selling heißt wie so oft das Zauberwort. Allerdings werden die Spieler lediglich für kosmetische Dinge ihr Erspartes berappen können, sprich: neue Kleidung, knackige Siegposen, verrückte Tänze oder lustige Gadgets wie ein Papagei auf der Schulter. Aufs Gameplay wird sich dieser Download Content jedoch nicht auswirken.

Ob die zwei Battlefield Heroes Maps zum Start allerdings ausreichend sein werden, sei an dieser Stelle dahin gestellt – jedoch wird Nachschub nicht lange auf sich warten lassen. Die Entwickler betonen jedoch, dass sie von einem Überangebot an Maps nicht begeistert sind: Schließlich würden auch bei anderen Shootern wie Counter-Strike, Unreal Tournament (UT) oder Team Fortress 2 nur eine Handvoll Maps wirklich gespielt, während die restlichen lediglich für die Statistik sind. Ansonsten ändert sich am Spielprinzip wenig, abgesehen davon dass sich Battlefield Heroes schneller, actionreicher und lauter spielen wird wie seine Vorgänger. Zu Fuß oder in Fahrzeugen bekriegen sich auf riesigen Maps Spieler dreierlei Klassen: Soldat, Kommando und Gunner.

Zwar schaut man ja geschenkten Gäulern nicht ins sprichwörtliche Maul, doch die lange Medienfunkstille von DICE und Publisher EA Games lassen allerdings befürchten, dass man dem Kostenlos Client Konzept von Battlefield Heroes nicht so ganz traut. Und Battlefield 3 ist ja auch bereits angekündigt.

Thema: Allgemein | Kommentare (1)

Wird Die Sims 3 das erfolgreichste Computerspiel?

Freitag, 9. Januar 2009 11:57

Mit der Lebenssimulation Die Sims und dem Nachfolger Die Sims 2 schufen Entwickler Maxis und Publisher Electronic Arts nichts weniger als das erfolgreichste Computerspiel Franchise aller Zeiten. Unzählige Addons über Wilde Campus-Jahre, Sims Haustiere, Inselgeschichten und gar H&M Accessoires zählt die Reihe mittlerweile. Da wundert es nicht, dass die Ankündigung von Die Sims 3 nicht lange auf sich warten ließ. Der von den Fans sehnsüchtig erwartete Nachfolger wurde auf der Games Convention erstmals der Presse gezeigt – und rief zunächst Ernüchterung hervor: Die Sims 3 gleicht optisch seinem Vorgänger wie ein Ei dem anderen.

Die vielen Einzelheiten offenbaren sich erst bei genauerem Hinsehen: So wird in Die Sims 3 nicht nur eine überschaubare Nachbarschaft simuliert, stattdessen steht dem Spieler für seine Aktivitäten eine komplette Kleinstadt zur Verfügung. In den Shopping Malls, Parks und Straßen gilt es vor allem, Kontakte zu seinen Mit-Sims zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. Eine Kampagne oder einen Story-Modus wie in den Ablegern Die Sims: Lebensgeschichten oder Die Sims: Inselgeschichten wird es zwar nicht geben, dafür soll das neu eingeführte Lebensziel diesen Aspekt aufwiegen: Eure Sims nehmen sich etwa vor, Rockstar zu werden, zur Sportskanone aufzusteigen oder die Weltherrschaft zu erringen. Dadurch, und den Beziehungen zu anderen Sims, ergeben sich individuelle, dynamische Geschichten, ohne dass sie zuvor festgeschrieben worden seien.

Entwickler Maxis hat auch das Eigenschaften System in Die Sims 3 angepasst, das jetzt eher einem Rollenspiel entspricht: Mit zahlreichen Attributen wie Sportlichkeit, Intelligenz oder gar Schusseligkeit wird euer Sim zu einem echten Individuum. Je nach Eigenschaft gilt es neben den Grundbedürfnissen wie Hunger und Spaß die charakteristischen Facetten eures Sim zufrieden zu stellen.

Auch optisch lassen sich die Sims bis ins kleinste Detail individualisieren: Dafür sorgt der Sim Creator, der Haarfarbe, Lippenbreite oder selbst Augenbrauen anpassen lässt. Eigene Kreationen lassen sich dann über die Online-Plattform Sim Exchange veröffentlichen und tauschen. Die Voraussetzungen, mit Die Sims 3 das nächste Kapitel in der Geschichte der erfolgreichsten Computerspiele aufzuschlagen, sind also gegeben. Auch wenn es erneut keinen Multiplayer-Modus geben wird. Aus dem ersten Versuch mit Die Sims Online haben Maxis und Electronic Arts wohl gelernt.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Schiff ahoi! Anno 1404 Vorschau gesichtet

Donnerstag, 8. Januar 2009 16:58

Auf der Spieleweltkarte nimmt Deutschland einen ganz besonderen Platz ein: Früher tummelten sich die Teutonen bevorzugt in komplexen Wirtschaftssimulationen, die den spröden Charme von Excel-Tabellen versprühten, dann erstellten sie ausufernde Warenkreisläufe zwischen wuselnden Siedler. Erfolgreichster Vertreter dieses regionalen Phänomens ist und bleibt aber die Anno-Serie. Anno 1602 und Anno 1503 zählen bis heute zu den erfolgreichsten Computerspielen aller Zeiten hierzulande, während Spiele dieses Genres im Ausland nach wie vor ignoriert werden.

Mit Anno 1701 übernahmen erstmals die Mainzer von Related Design das Ruder und versuchten mit schicker 3D-Grafik und nie zuvor da gewesenem Wuselfaktor die Anno-Serie in die Neuzeit zu überführen. Mit Anno 1404, angekündigt auf der Games Convention 2008, geht man nun den Schritt zurück – ins Mittelalter. Außerdem geht man einen Schritt, der offenbar immer dann vollzogen wird, wenn einem Entwickler keine Neuerung mehr einfallen will: Eine neue Fraktion wird eingeführt. In Anno 1404 gerät der Spieler erstmals in Kontakt mit dem Orient. Statt aber den Kampf der Kulturen auszurufen, soll der Okzident in Anno 1404 vom Orient lernen, mit ihm Handel treiben und seinen eigenen Horizont erweitern.

Ansonsten ändert sich mit Anno 1404 im Vergleich zum Vorgänger Anno 1701 wenig: „Viel vom bewährten und beliebten Spielprinzip“, heißt es daher in der Presse, und eine der ersten Anno 1404 Vorschau schließt mit: „Alles bleibt Anno.“ Logisch: Das bewährte Prinzip um Wuselfaktor und Aquariumseffekt bleibt von Publisher Ubisoft und Entwickler Related Design unangetastet, dafür betreibt man emsig Feinschliff: Einfacherer Zugang für Einsteiger, mehr zu tun für Profis im Endgame und monumentale Bauwerke und Städte lauten die Eckdaten von Anno 1404.

Dass die Siedler Entwickler Blue Byte und Related Design mittlerweile beide unter dem Dach von Ubisoft firmieren, soll beiden Marken aber nicht zum Nachteil gereichen: Im Gegenteil erhofft man sich durch die internationale Marktmacht von Ubisoft für Anno 1404 endlich auch den Durchbruch außerhalb Deutschlands. Vielleicht sogar bis in den Orient hinein…

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Dragon Age Origins – BioWare auf den Spuren von Baldurs Gate

Donnerstag, 11. Dezember 2008 14:35

Das Rollenspiel Genre ist derzeit nicht arm an hochkarätigen Titeln. Dennoch trauern viele Fans der guten alten Zeit nach, in diesem Fall dem Klassiker Baldurs Gate von BioWare. Trotz Bestnoten für Mass Effect und der erst kürzlich erfolgten Ankündigung von Star Wars: The Old Republic sehnen sich viele RPG Fans nach der epischen Fantasy Welt des Bioware Kultspiels. Den Ruf hat man bei den Baldurs Gate Machern gehört und werkelt daher an Dragon Age Origins.

Dragon Age Origins soll Fantasy in Reinkultur werden. Die ersten Szenen, die BioWare im Dragon Age Origins Trailer auf der E3 und GC zeigte, erinnerten Fans des RPG Genres nicht von ungefähr an epische Schlachten aus Der Herr der Ringe von Peter Jackson – kaum ein Redakteur, der in seiner Dragon Age Origins Vorschau davon nicht begeistert kündete. Wie in vielen der Rollenspiele von BioWare werden Story und Charakterentwicklung einen erheblichen Anteil am Gameplay ausmachen: Ähnlich wie in Baldurs Gate oder Mass Effect erhält so die Dynamik innerhalb der Party einen besonderen Stellenwert. Freundschaft soll ebenso möglich sein wie Feindschaft – vielleicht sogar Sex? Moralische Entscheidungen und brisante Themen wie Rassismus werden jedenfalls auch in Dragon Age Origins eine Rolle spielen.

Seinen Untertitel erhielt Dragon Age Origins im Übrigen erst recht spät. Ursprünglich wurde das inoffiziell auch lange als Baldurs Gate 3 gehandelte Rollenspiel lediglich unter der Bezeichnung Dragon Age geführt. Mit dem neuen Titel kündigte BioWare gleichsam eine komplette Trilogie an. Wir dürfen uns also bereits auf Dragon Age 2 und Dragon Age 3 freuen. Ist im Fantasy Genre ja auch logisch und üblich – schließlich ist das Vorbild ja auch die Der Herr der Ringe Trilogie. Doch auch bei Blizzard Entertainment und seinem Hype um Diablo 3 schaute sich BioWare ein paar Tricks ab: Das Stichwort hierbei lautet Splashscreen. So wurde auch Dragon Age Origins dereinst mit einer ominösen Vorschaltseite auf der offiziellen Website beworben, die Raum für allerlei Spekulationen ließ.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Warhammer 40K Dawn of War 2 entfesselt den ewigen Krieg

Donnerstag, 11. Dezember 2008 12:09

„Das RTS-Genre steckt in einer Krise.“ Überraschend ehrliche Worte, mit denen Entwickler Relic Entertainment kritisch Bilanz zieht. Abgesehen von dem Auftritt von Kane in Command & Conquer: Tiberium Wars konnte kaum ein Echtzeitstrategiespiel die Gunst der Käufer finden, erst recht nicht solche, die sich durch Innovation hervorzutun suchten. WorldShift, World in Conflict, Paraworld – alles Kapitalflops trotz Bestnoten. Bei den kanadischen Dawn of War Machern muss man es schließlich am besten wissen: Trotz hohen 90er Wertungen kämpfte sich die Company of Heroes weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch das Zweiter Weltkrieg Szenario. Doch dank zugkräftiger Warhammer Lizenz könnte damit bald Schluss sein: Warhammer 40K Dawn of War 2 soll verlorenen Boden bei Fans des RTS Genre wett machen.

Zumindest der Ansatz klingt viel versprechend: Für Warhammer 40K Dawn of War 2 hat man bei Relic Entertainment die Probleme, mit denen das RTS Genre dieser Tage konfrontiert ist, genauestens analysiert und Schlüsse gezogen, die direkt in Gameplay umgemünzt werden: Im Gegensatz zur üblichen RTS Kost, bei der sich Spieler von Mission zu Mission hangeln, setzt Warhammer 40 K Dawn of War 2 auf langfristige Ziele, durch die Spieler das Gefühl vermittelt bekommen soll, in einem groß angelegten, galaktischen Krieg mitzumischen. Zudem schwärmt die erste Warhammer 40K Dawn of War 2 Vorschau von taktisch dichtem Squad Combat, bei dem anonyme und gesichtslose Armeen durch wenige, dafür aber umso persönlichere Einheiten mit individuellem Charakter ersetzt wurden. Warhammer 40 K Dawn of War 2 dürfte damit vor allem auch solchen Spielern Suchtpotenzial anbieten, die in MMO Spielen ihren Charakter durch neue Items, Rüstungsteile und einzigartige Fähigkeiten durch ein komplettes Abenteuer ausstatten und begleiten.

Ein hehres Ziel also, das die RTS Profis von Relic Entertainment mit Warhammer 40K Dawn of War 2 da verfolgen. Bleibt zu hoffen, dass das Strategiespiel im Hype-Fahrwasser von Starcraft 2, dem sehnlichst erwarteten RTS von Blizzard Entertainment, nicht absaufen wird. Zumal Starcraft im eSport vor allem in Asien eine unangefochtete Nummer ist und bleibt. Immerhin: Mit der Warhammer Lizenz des Games Workshop hat Relic Entertainment für Warhammer 40K Dawn of War 2 eine Marke im Portfolio, die eine feste und nicht zu unterschätzende Fanbase für sich verbuchen kann. Dennoch: Das unlängst erschienene Warhammer Online: Age of Reckoning zeigte erst vor kurzem fürs MMO Genre, dass die Warhammer Lizenz alleine nicht ausreicht, gegen Platzhirsch Blizzard Entertainment und sein World of Warcraft zu bestehen. Bis wir es genau wissen, können wir uns jedoch die Zeit mit den schicken Warhammer 40K Dawn of War 2 Trailer vertreiben…

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Macht Gothic 4 aka Arcania alles besser?

Mittwoch, 10. Dezember 2008 16:52

Den Ruf als deutsches Vorzeige-Rollenspiel hat die Gothic Serie mittlerweile eingetauscht gegen den Stempel „Käfer-Terrarium“. Nachdem schon die ersten beiden Teile nicht gerade frei von Bugs waren, brachte Gothic 3 mit massiven Problemen seine Fans endgültig gegen sich auf. Entwickler Piranha Bytes und Publisher Jowood gingen danach im Streit auseinander, Piranha Bytes arbeitet mit Risen mittlerweile an einem neuen Rollenspiel. Jowood, die im Besitz des Markennamen Gothic sind, gelobten mit dem Addon Gothic 3 Götterdämmerung alles besser zu machen und verlorenen Boden bei den Fans wettzumachen. Pustekuchen!

Gothic 3 Götterdämmerung geriet zum vielleicht größten Desaster der Spielegeschichte. Bereits gleichzeitig mit dem Release erschien der zweite Patch fürs Addon – und fast täglich werden es mehr. Doch ist der Ruf erstmal ruiniert, programmiert sich’s völlig ungeniert: und zwar an Arcania – A Gothic Tale. Wohlweislich verzichtet Jowood beim neuesten Teil auf den Namen Gothic 4 und unterstreicht mit der Wortschöpfung Arcania auch im Titel den Willen zum Neuanfang. Den hat A Gothic Tale auch bitter nötig, denn das Image der Serie und von Publisher Jowood könnte kaum schlechter dastehen. Dass mit Spellbound ein im Rollenspiel-Genre völlig unerfahrener Entwickler am Werke ist, macht die Zukunftsaussichten für Arcania – A Gothic Tale nicht besser. Immerhin: Die ersten Screenshots aus Arcania – A Gothic Tale sehen atemberaubend und beinahe fotorealistisch aus. Doch erinnern wir uns, dass das auch dereinst über Gothic 3 gesagt und geschrieben wurde.

Die Namensänderung von Gothic 4 in Arcania hat aber noch einen anderen Grund: Jowood und Spellbound möchten mit dem Neuanfang international Zeichen setzen und die deutsche Serie auch außerhalb des Weißwurstäquators als Marke etablieren. Arcania – A Gothic Tale wird den Spieler einmal mehr in eine offene Spielwelt führen, in der eine epische Story nach typischer Rollenspiel-Art zum Questen einlädt.

Übrigens: Coenonympha arcania ist der lateinische Name für das weißbindige Wiesenvögelchen, auch Perlgrasfalter genannt, ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Ob das aber irgendetwas mit Arcania – A Gothic Tale zu tun hat, wissen wir allerdings auch nicht.

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Star Wars: The Old Republic – Lucas Arts greift nach MMORPG-Thron

Mittwoch, 10. Dezember 2008 15:44

Am 21. Oktober kündigten Lucas Arts und BioWare auf einer Pressekonferenz in San Francisco Star Wars: The Old Republic an. Das MMORPG setzt die Geschichte der erfolgreichen Rollenspiele aus der Knights of the Old Republic Reihe fort und hat neben der zugkräftigen Star Wars Lizenz ein Ass im Ärmel, das im Kartendeck des MMO-Genres bisher ungemischt blieb: Story. Wer die Spiele von BioWare im Allgemeinen und Knights of the Old Republic im Besonderen kennt, weiß, dass das Erzählen spannender Geschichten bei den Kanadiern nicht als notwendiges Übel, sondern fundmentaler Bestandteil guten Game-Designs verstanden wird. Zuletzt heimste Mass Effect aus demselben Hause dafür Bestnoten ein. Wie das im Falle des MMO Star Wars: The Old Republic in der Praxis funktionieren wird und ob sich das dynamische Gameplay eines MMORPG mit komplexem Storytelling verträgt, ist noch nicht bekannt. Entsprechend zaghaft gibt sich die erste Star Wars: The Old Republic Vorschau beim Spekulieren über die zu erwartende Qualität.

Doch genügen die wenigen Infos von Seiten Lucas Arts und BioWare offenbar, um den Oberen bei Hauptkonkurrent Blizzard das Muffensausen zu lehren: „Wir würden nicht gegen Star Wars: The Old Republic wetten“, ließ World of Warcraft-Guru Paul Sams unlängst verlauten. „BioWare ist eine außergewöhnliche Firma und sie nutzen für Star Wars: The Old Republic eine weltbekannte Geschichte als Rückgrat.“ Doch gibt er gleichermaßen zu bedenken: „Ein Spiel wie Star Wars: The Old Republic zu bauen und zu betreiben ist unglaublich schwierig.“

Dass hinter Star Wars: The Old Republic aber nicht nur talentierte Entwickler stehen und mit Star Wars eine zugkräftige Marke über allem thront, sondern mit Electronic Arts auch ein finanzstarker Publisher mit im Raumschiff sitzt, verdammt das MMORPG letztlich zum Erfolg. EA-Boss John Riccitello sorgte im Übrigen bereits im Vorfeld dafür, dass SWTOR, wie es mittlerweile offiziell abgekürzt wird, als am schlechtesten gehütetes Geheimnis der Spielebranche in die Geschichte einging: Im Interview antwortete er auf die Frage, ob nach der Übernahme von BioWare an einem Kotor MMO gearbeitet werde, mit einem simplen: Ja – und verriet damit unbeabsichtigt (?), was zuvor lange und mühevoll geheim gehalten war…

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

GTA 4 PC ist da

Mittwoch, 10. Dezember 2008 15:23

Für Viele ist es das beste Videospiel aller Zeiten: Grand Theft Auto 4 von Rockstar Games. Auf den Konsolen PS3 und Xbox 360 fuhr GTA 4 reihenweise Rekordwertungen ein und erhielt sogar die Aufmerksamkeit von sonst spielescheuen Feuilletons und Hochglanz-Magazinen. GTA ist Kult, mehr noch: Kultur. Die Geschichte von Grand Theft Auto IV um den Einwanderer Niko Bellic und seine Karriere als Gangster wird gar als satirischer Abgesang auf den amerikanischen Traum gelesen.

Laut Entwickler Rockstar Games schlug GTA 4 mit einem Produktionsbudget von 100 Millionen Dollar zu Buche, und allein in der ersten Woche griffen so viele Käufer zur Grand Theft Auto 4 Box im Regal, dass das vierte GTA mit 500 Millionen Dollar Einspiel in den ersten Tagen die meisten Hollywood-Blockbuster in der Pfeife raucht. In der Woche vor der Veröffentlichung von GTA 4 wurden gar doppelt so viele Next-Gen-Konsolen verkauft wie davor. Skurril: Die Werbekampagne zu GTA 4 wurde in Chicago verboten, weil zwischen dem Release des Open World Spiel und einem Anstieg der Verbrechensrate ein Zusammenhang behauptet wurde. Und in Thailand berief sich ein Taximörder auf Grand Theft Auto 4 als Vorbild für sein Verbrechen.

Nun gibt es GTA 4 für den PC. Und natürlich ist es genauso gut wie auf den Konsolen – durch die Bank vergaben Spielemagazine im GTA 4 Test Wertungen weit jenseits der 90er Schallmauer. Mehr Weitsicht, höher aufgelöste Texturen und ein Video Editor, mit dem die Spieler ihre eigenen Actionfilme zusammenschnipseln dürfen, machen Grand Theft Auto 4 PC sogar noch einen Tick besser. Doch vermehrt melden sich auch Unkenrufer zu Wort: Der eingesetzte Kopierschutz SecuROM (auch wenn nur die schwache Variante eingesetzt wird) steht seit jeher bei Spielern in Misskredit, Inkompatibilitäten mit bestimmten Hardware-Konfigurationen, speziell zu ATI Grafikkarten, Bugs und Zwangsregistrierungen bei Windows Live und dem Rockstar Social Club vergällt manchem GTA 4 Spieler die Freude an der offenen Spielwelt. Doch es gibt Licht am Horizont von Liberty City. Rockstar Games hat für nächste Woche den ersten GTA 4 Patch angekündigt, der für Abhilfe bei den meisten Problemen schaffen soll. Na denn…

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Diablo 3 – Schweigen ist Gold

Montag, 8. Dezember 2008 12:26

Redseligkeit war noch nie einer der Stärken (oder Schwächen?) der Blizzard-Belegschaft. Immer wieder haben es die WoW-Macher geschafft, Projekte bis zu großen Veranstaltungen geheim zu halten – und dennoch einen unvergleichlichen Hype zu schüren. Gleiches gilt auch für Diablo 3. Der Nachfolger des legendären Hack&Slay-Königs Diablo 2 wurde erst im Juni 2008 nach Jahren der Spekulation auf der hauseigenen “World Wide Invitational” (“WWI”) in Paris angekündigt. Bereits kurze Zeit später schoss eine Diablo 3 Vorschau nach der anderen aus dem Boden.

Seitdem fließen die Informationen eher spärlich. Selbstverständlich versorgt Blizzard die Diablo-Community in bewährter Manier immer wieder mit kleineren Informationshappen, veröffentlicht Screenshots und natürlich den obligatorischen Fansite-Kit. Darüber hinaus spekuliert man – wohlgemerkt ohne einen Erscheinungstermin des Hauptspiels zu nennen – bereits über “jährliche Erweiterungen” zu Diablo 3. So zeigte sich Mike Morhaime in einem Interview durchaus offen gegenüber einer solchen Vorgehensweise. Blizzard schaffe es eben aller Vorraussicht nach nicht, im jährlichen Rythmus Nachfolger der Diablo-Reihe zu veröffentlichen (dem stimmen wir zu, immerhin hat es von Diablo 2 zur Ankündigung von Diablo 3 gut zehn Jahre gedauert!). Da sei es durchaus möglich, dass man die Fans über solche Expansion Packs bei Laune halten werde. Die Fans und das eigene Konto werden es den findigen Kaliforniern danken, sollte Diablo 3 tatsächlich derart weiterentwickelt werden.

Aber wann kommt das “Spiel der Spiele” denn nun? Schafft es Blizzard, bereits 2010 ein neuerliches Meisterwerk auf den Markt zu bringen? Oder entscheidet man sich am Ende ganz bewusst für eine Reihenfolge wie “Starcraft 2 – 2009″ – “WoW Addon Nummer Nr. 3 – 2010″ – “Diablo 3 – 2011″? Überhaupt ist es um Teil 3 der Diablo-Saga ungewöhnlich still geworden. Gestern dann stellte Community Manager Bashiok klar, dass man in Wahrheit noch gar nicht so weit sei, wie Rob Pardo die Öffentlichkeit auf der WWI wohl glauben machen wollte. “Wir haben noch einen langen Weg vor uns”, so Bashiok. Und schließlich seien Blizzard-Spiele erst fertig, wenn sie fertig seien. Es scheint also, als müssten wir noch eine Menge Tee trinken, bis die Hölle sich wieder für uns öffnet…

Thema: Allgemein | Kommentare (0)

Mögen die Spiele beginnen!

Donnerstag, 20. November 2008 11:33

Die Zeiten sind vorbei, in denen Computer- und Videospiele im Schatten von Filmen, Büchern & Co. standen. Der Markt der Games, um es mal business-like auszudrücken, wächst ungebrochen. Doch je größer er wird, umso unübersichtlicher gestaltet er sich auch. PC-Spiele sind auf dem absteigenden Ast – glaubt man den Unkenrufen -, MMOs erobern selbst Regionen dieser Welt, die vor kurzem noch per Rauchzeichen statt über Internet kommuniziert haben, immer neue Konsolen zaubern Traumgrafiken auf Wohnzimmerfernseher von den Ausmaßen eines Fußballfeldes, und die omminösen “Casual Gamer” laufen mit Ponyhof- und Pferdefarmspielen den alt eingesessenen Zockern den Rang ab.

Um in dieser Masse an Neuerscheinungen, insbesondere im anstehenden Weihnachtstrubel, den Überblick zu bewahren und Tipps zu geben, worin das sauer Ersparte gut angelegt ist, habe ich diesen Blog ins Leben gerufen. Hier findet ihr regelmäßig alle wichtigen Infos aus der Welt des Gaming, Links zu interessanten Artikeln, die mir auf meinen Reisen durch die Weiten des WWW aufgefallen sind, und natürlich: Prozentwertungen soweit das Auge reicht. Denn schließlich ist Kaufberatung immer noch die größte Triebfeder des Gaming-Journalismus.

Wenn Peter Molyneux also mal wieder das Blaue vom Himmer herunter verspricht, wenn sich ein überhyptes Franchise-Monster als Niete entpuppt oder ein wahrer Geheimtipp auf seine Entdeckung wartet, wenn die Killerspiele-Diskussion am Siedepunkt brodelt oder einfach nur die schönsten Möpse der Gaming-Welt in einer Bilder-Galerie ihrer Bewunderung harren – hier findet ihr ab sofort die Links dazu.

In diesem Sinne: Mögen die Spiele beginnen!

Thema: Allgemein | Kommentare (0)