Beiträge vom Dezember, 2008

Dragon Age Origins – BioWare auf den Spuren von Baldurs Gate

Donnerstag, 11. Dezember 2008 14:35

Das Rollenspiel Genre ist derzeit nicht arm an hochkarätigen Titeln. Dennoch trauern viele Fans der guten alten Zeit nach, in diesem Fall dem Klassiker Baldurs Gate von BioWare. Trotz Bestnoten für Mass Effect und der erst kürzlich erfolgten Ankündigung von Star Wars: The Old Republic sehnen sich viele RPG Fans nach der epischen Fantasy Welt des Bioware Kultspiels. Den Ruf hat man bei den Baldurs Gate Machern gehört und werkelt daher an Dragon Age Origins.

Dragon Age Origins soll Fantasy in Reinkultur werden. Die ersten Szenen, die BioWare im Dragon Age Origins Trailer auf der E3 und GC zeigte, erinnerten Fans des RPG Genres nicht von ungefähr an epische Schlachten aus Der Herr der Ringe von Peter Jackson – kaum ein Redakteur, der in seiner Dragon Age Origins Vorschau davon nicht begeistert kündete. Wie in vielen der Rollenspiele von BioWare werden Story und Charakterentwicklung einen erheblichen Anteil am Gameplay ausmachen: Ähnlich wie in Baldurs Gate oder Mass Effect erhält so die Dynamik innerhalb der Party einen besonderen Stellenwert. Freundschaft soll ebenso möglich sein wie Feindschaft – vielleicht sogar Sex? Moralische Entscheidungen und brisante Themen wie Rassismus werden jedenfalls auch in Dragon Age Origins eine Rolle spielen.

Seinen Untertitel erhielt Dragon Age Origins im Übrigen erst recht spät. Ursprünglich wurde das inoffiziell auch lange als Baldurs Gate 3 gehandelte Rollenspiel lediglich unter der Bezeichnung Dragon Age geführt. Mit dem neuen Titel kündigte BioWare gleichsam eine komplette Trilogie an. Wir dürfen uns also bereits auf Dragon Age 2 und Dragon Age 3 freuen. Ist im Fantasy Genre ja auch logisch und üblich – schließlich ist das Vorbild ja auch die Der Herr der Ringe Trilogie. Doch auch bei Blizzard Entertainment und seinem Hype um Diablo 3 schaute sich BioWare ein paar Tricks ab: Das Stichwort hierbei lautet Splashscreen. So wurde auch Dragon Age Origins dereinst mit einer ominösen Vorschaltseite auf der offiziellen Website beworben, die Raum für allerlei Spekulationen ließ.

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Warhammer 40K Dawn of War 2 entfesselt den ewigen Krieg

Donnerstag, 11. Dezember 2008 12:09

„Das RTS-Genre steckt in einer Krise.“ Überraschend ehrliche Worte, mit denen Entwickler Relic Entertainment kritisch Bilanz zieht. Abgesehen von dem Auftritt von Kane in Command & Conquer: Tiberium Wars konnte kaum ein Echtzeitstrategiespiel die Gunst der Käufer finden, erst recht nicht solche, die sich durch Innovation hervorzutun suchten. WorldShift, World in Conflict, Paraworld – alles Kapitalflops trotz Bestnoten. Bei den kanadischen Dawn of War Machern muss man es schließlich am besten wissen: Trotz hohen 90er Wertungen kämpfte sich die Company of Heroes weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit durch das Zweiter Weltkrieg Szenario. Doch dank zugkräftiger Warhammer Lizenz könnte damit bald Schluss sein: Warhammer 40K Dawn of War 2 soll verlorenen Boden bei Fans des RTS Genre wett machen.

Zumindest der Ansatz klingt viel versprechend: Für Warhammer 40K Dawn of War 2 hat man bei Relic Entertainment die Probleme, mit denen das RTS Genre dieser Tage konfrontiert ist, genauestens analysiert und Schlüsse gezogen, die direkt in Gameplay umgemünzt werden: Im Gegensatz zur üblichen RTS Kost, bei der sich Spieler von Mission zu Mission hangeln, setzt Warhammer 40 K Dawn of War 2 auf langfristige Ziele, durch die Spieler das Gefühl vermittelt bekommen soll, in einem groß angelegten, galaktischen Krieg mitzumischen. Zudem schwärmt die erste Warhammer 40K Dawn of War 2 Vorschau von taktisch dichtem Squad Combat, bei dem anonyme und gesichtslose Armeen durch wenige, dafür aber umso persönlichere Einheiten mit individuellem Charakter ersetzt wurden. Warhammer 40 K Dawn of War 2 dürfte damit vor allem auch solchen Spielern Suchtpotenzial anbieten, die in MMO Spielen ihren Charakter durch neue Items, Rüstungsteile und einzigartige Fähigkeiten durch ein komplettes Abenteuer ausstatten und begleiten.

Ein hehres Ziel also, das die RTS Profis von Relic Entertainment mit Warhammer 40K Dawn of War 2 da verfolgen. Bleibt zu hoffen, dass das Strategiespiel im Hype-Fahrwasser von Starcraft 2, dem sehnlichst erwarteten RTS von Blizzard Entertainment, nicht absaufen wird. Zumal Starcraft im eSport vor allem in Asien eine unangefochtete Nummer ist und bleibt. Immerhin: Mit der Warhammer Lizenz des Games Workshop hat Relic Entertainment für Warhammer 40K Dawn of War 2 eine Marke im Portfolio, die eine feste und nicht zu unterschätzende Fanbase für sich verbuchen kann. Dennoch: Das unlängst erschienene Warhammer Online: Age of Reckoning zeigte erst vor kurzem fürs MMO Genre, dass die Warhammer Lizenz alleine nicht ausreicht, gegen Platzhirsch Blizzard Entertainment und sein World of Warcraft zu bestehen. Bis wir es genau wissen, können wir uns jedoch die Zeit mit den schicken Warhammer 40K Dawn of War 2 Trailer vertreiben…

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Macht Gothic 4 aka Arcania alles besser?

Mittwoch, 10. Dezember 2008 16:52

Den Ruf als deutsches Vorzeige-Rollenspiel hat die Gothic Serie mittlerweile eingetauscht gegen den Stempel „Käfer-Terrarium“. Nachdem schon die ersten beiden Teile nicht gerade frei von Bugs waren, brachte Gothic 3 mit massiven Problemen seine Fans endgültig gegen sich auf. Entwickler Piranha Bytes und Publisher Jowood gingen danach im Streit auseinander, Piranha Bytes arbeitet mit Risen mittlerweile an einem neuen Rollenspiel. Jowood, die im Besitz des Markennamen Gothic sind, gelobten mit dem Addon Gothic 3 Götterdämmerung alles besser zu machen und verlorenen Boden bei den Fans wettzumachen. Pustekuchen!

Gothic 3 Götterdämmerung geriet zum vielleicht größten Desaster der Spielegeschichte. Bereits gleichzeitig mit dem Release erschien der zweite Patch fürs Addon – und fast täglich werden es mehr. Doch ist der Ruf erstmal ruiniert, programmiert sich’s völlig ungeniert: und zwar an Arcania – A Gothic Tale. Wohlweislich verzichtet Jowood beim neuesten Teil auf den Namen Gothic 4 und unterstreicht mit der Wortschöpfung Arcania auch im Titel den Willen zum Neuanfang. Den hat A Gothic Tale auch bitter nötig, denn das Image der Serie und von Publisher Jowood könnte kaum schlechter dastehen. Dass mit Spellbound ein im Rollenspiel-Genre völlig unerfahrener Entwickler am Werke ist, macht die Zukunftsaussichten für Arcania – A Gothic Tale nicht besser. Immerhin: Die ersten Screenshots aus Arcania – A Gothic Tale sehen atemberaubend und beinahe fotorealistisch aus. Doch erinnern wir uns, dass das auch dereinst über Gothic 3 gesagt und geschrieben wurde.

Die Namensänderung von Gothic 4 in Arcania hat aber noch einen anderen Grund: Jowood und Spellbound möchten mit dem Neuanfang international Zeichen setzen und die deutsche Serie auch außerhalb des Weißwurstäquators als Marke etablieren. Arcania – A Gothic Tale wird den Spieler einmal mehr in eine offene Spielwelt führen, in der eine epische Story nach typischer Rollenspiel-Art zum Questen einlädt.

Übrigens: Coenonympha arcania ist der lateinische Name für das weißbindige Wiesenvögelchen, auch Perlgrasfalter genannt, ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter. Ob das aber irgendetwas mit Arcania – A Gothic Tale zu tun hat, wissen wir allerdings auch nicht.

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Star Wars: The Old Republic – Lucas Arts greift nach MMORPG-Thron

Mittwoch, 10. Dezember 2008 15:44

Am 21. Oktober kündigten Lucas Arts und BioWare auf einer Pressekonferenz in San Francisco Star Wars: The Old Republic an. Das MMORPG setzt die Geschichte der erfolgreichen Rollenspiele aus der Knights of the Old Republic Reihe fort und hat neben der zugkräftigen Star Wars Lizenz ein Ass im Ärmel, das im Kartendeck des MMO-Genres bisher ungemischt blieb: Story. Wer die Spiele von BioWare im Allgemeinen und Knights of the Old Republic im Besonderen kennt, weiß, dass das Erzählen spannender Geschichten bei den Kanadiern nicht als notwendiges Übel, sondern fundmentaler Bestandteil guten Game-Designs verstanden wird. Zuletzt heimste Mass Effect aus demselben Hause dafür Bestnoten ein. Wie das im Falle des MMO Star Wars: The Old Republic in der Praxis funktionieren wird und ob sich das dynamische Gameplay eines MMORPG mit komplexem Storytelling verträgt, ist noch nicht bekannt. Entsprechend zaghaft gibt sich die erste Star Wars: The Old Republic Vorschau beim Spekulieren über die zu erwartende Qualität.

Doch genügen die wenigen Infos von Seiten Lucas Arts und BioWare offenbar, um den Oberen bei Hauptkonkurrent Blizzard das Muffensausen zu lehren: „Wir würden nicht gegen Star Wars: The Old Republic wetten“, ließ World of Warcraft-Guru Paul Sams unlängst verlauten. „BioWare ist eine außergewöhnliche Firma und sie nutzen für Star Wars: The Old Republic eine weltbekannte Geschichte als Rückgrat.“ Doch gibt er gleichermaßen zu bedenken: „Ein Spiel wie Star Wars: The Old Republic zu bauen und zu betreiben ist unglaublich schwierig.“

Dass hinter Star Wars: The Old Republic aber nicht nur talentierte Entwickler stehen und mit Star Wars eine zugkräftige Marke über allem thront, sondern mit Electronic Arts auch ein finanzstarker Publisher mit im Raumschiff sitzt, verdammt das MMORPG letztlich zum Erfolg. EA-Boss John Riccitello sorgte im Übrigen bereits im Vorfeld dafür, dass SWTOR, wie es mittlerweile offiziell abgekürzt wird, als am schlechtesten gehütetes Geheimnis der Spielebranche in die Geschichte einging: Im Interview antwortete er auf die Frage, ob nach der Übernahme von BioWare an einem Kotor MMO gearbeitet werde, mit einem simplen: Ja – und verriet damit unbeabsichtigt (?), was zuvor lange und mühevoll geheim gehalten war…

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GTA 4 PC ist da

Mittwoch, 10. Dezember 2008 15:23

Für Viele ist es das beste Videospiel aller Zeiten: Grand Theft Auto 4 von Rockstar Games. Auf den Konsolen PS3 und Xbox 360 fuhr GTA 4 reihenweise Rekordwertungen ein und erhielt sogar die Aufmerksamkeit von sonst spielescheuen Feuilletons und Hochglanz-Magazinen. GTA ist Kult, mehr noch: Kultur. Die Geschichte von Grand Theft Auto IV um den Einwanderer Niko Bellic und seine Karriere als Gangster wird gar als satirischer Abgesang auf den amerikanischen Traum gelesen.

Laut Entwickler Rockstar Games schlug GTA 4 mit einem Produktionsbudget von 100 Millionen Dollar zu Buche, und allein in der ersten Woche griffen so viele Käufer zur Grand Theft Auto 4 Box im Regal, dass das vierte GTA mit 500 Millionen Dollar Einspiel in den ersten Tagen die meisten Hollywood-Blockbuster in der Pfeife raucht. In der Woche vor der Veröffentlichung von GTA 4 wurden gar doppelt so viele Next-Gen-Konsolen verkauft wie davor. Skurril: Die Werbekampagne zu GTA 4 wurde in Chicago verboten, weil zwischen dem Release des Open World Spiel und einem Anstieg der Verbrechensrate ein Zusammenhang behauptet wurde. Und in Thailand berief sich ein Taximörder auf Grand Theft Auto 4 als Vorbild für sein Verbrechen.

Nun gibt es GTA 4 für den PC. Und natürlich ist es genauso gut wie auf den Konsolen – durch die Bank vergaben Spielemagazine im GTA 4 Test Wertungen weit jenseits der 90er Schallmauer. Mehr Weitsicht, höher aufgelöste Texturen und ein Video Editor, mit dem die Spieler ihre eigenen Actionfilme zusammenschnipseln dürfen, machen Grand Theft Auto 4 PC sogar noch einen Tick besser. Doch vermehrt melden sich auch Unkenrufer zu Wort: Der eingesetzte Kopierschutz SecuROM (auch wenn nur die schwache Variante eingesetzt wird) steht seit jeher bei Spielern in Misskredit, Inkompatibilitäten mit bestimmten Hardware-Konfigurationen, speziell zu ATI Grafikkarten, Bugs und Zwangsregistrierungen bei Windows Live und dem Rockstar Social Club vergällt manchem GTA 4 Spieler die Freude an der offenen Spielwelt. Doch es gibt Licht am Horizont von Liberty City. Rockstar Games hat für nächste Woche den ersten GTA 4 Patch angekündigt, der für Abhilfe bei den meisten Problemen schaffen soll. Na denn…

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Diablo 3 – Schweigen ist Gold

Montag, 8. Dezember 2008 12:26

Redseligkeit war noch nie einer der Stärken (oder Schwächen?) der Blizzard-Belegschaft. Immer wieder haben es die WoW-Macher geschafft, Projekte bis zu großen Veranstaltungen geheim zu halten – und dennoch einen unvergleichlichen Hype zu schüren. Gleiches gilt auch für Diablo 3. Der Nachfolger des legendären Hack&Slay-Königs Diablo 2 wurde erst im Juni 2008 nach Jahren der Spekulation auf der hauseigenen “World Wide Invitational” (“WWI”) in Paris angekündigt. Bereits kurze Zeit später schoss eine Diablo 3 Vorschau nach der anderen aus dem Boden.

Seitdem fließen die Informationen eher spärlich. Selbstverständlich versorgt Blizzard die Diablo-Community in bewährter Manier immer wieder mit kleineren Informationshappen, veröffentlicht Screenshots und natürlich den obligatorischen Fansite-Kit. Darüber hinaus spekuliert man – wohlgemerkt ohne einen Erscheinungstermin des Hauptspiels zu nennen – bereits über “jährliche Erweiterungen” zu Diablo 3. So zeigte sich Mike Morhaime in einem Interview durchaus offen gegenüber einer solchen Vorgehensweise. Blizzard schaffe es eben aller Vorraussicht nach nicht, im jährlichen Rythmus Nachfolger der Diablo-Reihe zu veröffentlichen (dem stimmen wir zu, immerhin hat es von Diablo 2 zur Ankündigung von Diablo 3 gut zehn Jahre gedauert!). Da sei es durchaus möglich, dass man die Fans über solche Expansion Packs bei Laune halten werde. Die Fans und das eigene Konto werden es den findigen Kaliforniern danken, sollte Diablo 3 tatsächlich derart weiterentwickelt werden.

Aber wann kommt das “Spiel der Spiele” denn nun? Schafft es Blizzard, bereits 2010 ein neuerliches Meisterwerk auf den Markt zu bringen? Oder entscheidet man sich am Ende ganz bewusst für eine Reihenfolge wie “Starcraft 2 – 2009″ – “WoW Addon Nummer Nr. 3 – 2010″ – “Diablo 3 – 2011″? Überhaupt ist es um Teil 3 der Diablo-Saga ungewöhnlich still geworden. Gestern dann stellte Community Manager Bashiok klar, dass man in Wahrheit noch gar nicht so weit sei, wie Rob Pardo die Öffentlichkeit auf der WWI wohl glauben machen wollte. “Wir haben noch einen langen Weg vor uns”, so Bashiok. Und schließlich seien Blizzard-Spiele erst fertig, wenn sie fertig seien. Es scheint also, als müssten wir noch eine Menge Tee trinken, bis die Hölle sich wieder für uns öffnet…

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